Was isst und trinkt man in Portugal? Bacalhau, Caldo Verde und Francesinha, süße Pastéis de Nata und Queijadas, dazu Ginjinha und Medronho im Überblick.
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Was isst und trinkt man in Portugal? Bacalhau, Caldo Verde und Francesinha, süße Pastéis de Nata und Queijadas, dazu Ginjinha und Medronho im Überblick.
Was isst und trinkt man eigentlich in Portugal? Dieser Guide ist ein praktischer Überblick über die traditionelle portugiesische Küche: herzhafte Hauptgerichte, süße Spezialitäten und Spirituosen, die du auf keiner Speisekarte verpassen solltest. Wie die Kolonialzeit und die Seefahrt viele dieser Zutaten und Gewürze überhaupt erst nach Portugal gebracht haben, erfährst du ausführlich in unserem Artikel über Geschichte und Kolonialzeit der portugiesischen Küche.
Ein Klassiker der portugiesischen Küche ist Bacalhau, getrockneter und gesalzener Kabeljau, der auf unzählige Arten zubereitet wird – von "Bacalhau à Brás" mit Ei und Kartoffeln bis hin zu gegrillten Varianten. Ebenso bekannt ist Caldo Verde, eine Grünkohlsuppe mit Kartoffeln und Chorizo, die vielerorts als eines der portugiesischen Nationalgerichte gilt und besonders bei Festen auf den Tisch kommt.
Ein weiteres, aus Porto stammendes Gericht ist die Francesinha: ein üppiges, mit mehreren Fleischsorten belegtes und mit Käse überbackenes Sandwich, das in einer würzigen Tomaten-Bier-Sauce serviert wird. Dazu kommen regionale Spezialitäten wie frisch gegrillte Sardinen ("Sardinhas assadas"), die vor allem in den Sommermonaten an Küstenorten verbreitet sind, oder Eintöpfe wie Cozido à Portuguesa im Landesinneren.
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Die bekannteste portugiesische Süßspeise sind zweifellos Pastéis de Nata, kleine Blätterteigtörtchen mit cremiger Vanillepudding-Füllung. Ihr Ursprung liegt vermutlich im Hieronymuskloster (Mosteiro dos Jerónimos) in Belém bei Lissabon, wo Mönche das Gebäck vor dem 18. Jahrhundert herstellten. Nach der Schließung des Klosters 1834 verkauften die Mönche ihr Rezept an eine Zuckerraffinerie – seit 1837 stellt die Konditorei Casa Pastéis de Belém das Gebäck nach diesem Rezept her und verkauft es unter dem Namen Pastéis de Belém.
Neben den Pastéis de Nata lohnt sich ein Blick auf regionale Süßspeisen wie Queijadas, kleine Käsekuchen-Häppchen, die besonders in der Region Sintra verbreitet sind, oder Travesseiros, süße Blätterteigtaschen, die ebenfalls aus Sintra stammen. Beide zeigen, wie vielfältig die portugiesische Konditorei-Tradition über die Pastéis de Nata hinaus ist.
Zur portugiesischen Trinkkultur gehört natürlich auch Portwein, der Likörwein aus dem Douro-Tal – seine Geschichte, Herstellung und die verschiedenen Sorten behandeln wir ausführlich in unserem Portwein-Artikel. Daneben gibt es aber weitere Spirituosen, die genauso fest zu Portugal gehören.
Ginjinha ist ein Likör aus Sauerkirschen mit einem Alkoholgehalt von etwa 17 bis 20 Prozent und zählt zu den Likören mit EU-geschützter Herkunftsbezeichnung. Die Kirschen werden für die Herstellung rund zwei Monate mazeriert. Serviert wird Ginjinha klassisch im Schnapsglas, mit oder ohne eingelegte Kirsche. Ihren Ursprung hat sie in Lissabon, wo in der traditionsreichen Stehbar "A Ginjinha" am Largo de São Domingos seit rund 150 Jahren praktisch ausschließlich dieser Likör ausgeschenkt wird.
Medronho, auch Aguardente de Medronho genannt, ist ein Obstbrand, der aus den Beeren des Erdbeerbaums (Arbutus unedo) destilliert wird. Die Bäume wachsen wild auf eher kargen Böden, vor allem im Alentejo und im Landesinneren der Algarve. Die Beeren werden traditionell von Hand geerntet, meist im Dezember und Januar, und in privaten Brennereien verarbeitet – heute meist mit entsprechender Lizenz und in nummerierten Flaschen.
Dazu zählen vor allem Bacalhau (getrockneter, gesalzener Kabeljau) in seinen vielen Zubereitungsarten, Caldo Verde (Grünkohlsuppe mit Chorizo) und Francesinha, ein deftiges, mit Käse überbackenes Sandwich aus Porto.
Am bekanntesten sind Pastéis de Nata, kleine Blätterteigtörtchen mit Vanillepudding-Füllung, sowie Queijadas, kleine Käsekuchen-Häppchen aus der Region Sintra.
Bekannt sind vor allem Ginjinha, ein Sauerkirschlikör, und Medronho, ein Obstbrand aus den Beeren des Erdbeerbaums, der traditionell im Alentejo und im Landesinneren der Algarve hergestellt wird.
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